Aufbaukurs „Pflegeexperte für außerklinische Intensivpflege/Beatmung“
(ArGe e.V. / KNAIB e.V.)

Der Termin wird noch bekannt gegeben.

Gebühr pro Person: 2.300,00 €*

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Im 200 Stunden umfassenden Aufbaukurs „Pflegeexperte für außerklinische Intensivpflege/Beatmung“ erweitern Sie systematisch Ihr Wissen, das Sie sich in ihrer beruflichen Praxis und im vorausgehenden Basiskurs angeeignet haben, um als Fachbereichsleitung in Einrichtungen der außerklinischen Intensivpflege oder als Team-, Gruppen- oder Wohnbereichsleitung tätig zu werden.

Dabei erschließen Sie sich weitere Fachgebiete, insbesondere in den Feldern Beatmungsmanagement, Gesprächsführung und Leitungsaufgaben. 



Inhalt

Die fachlichen Inhalte dieser fortgeschrittenen Qualifizierungsstufe orientieren sich an den aktuellen und zu-künftigen Kompetenzanforderungen, denen Sie als Pflegefachperson und künftige Führungskraft in der häuslichen Intensivbetreuung beatmungspflichtiger Menschen gegenüberstehen.

Pflegefachliche Inhalte:

  • Behandlung und Förderung von Patienten mit Wahrnehmungsbeeinträchtigungen (mit Praxiswork-shop)
  • Physiotherapie ­ Atemtherapeutische Maßnahmen ­ Atmungstherapeutische Maßnahmen (mit Praxisworkshop)
  • Schmerzmanagement

Medizinische Inhalte:

  • Spezielle Krankheitslehre
  • Beatmungsvertiefung

Psychosoziale Inhalte:

  • Ethik im interkulturellen Kontext
  • Selbstpflege

Kursbezogene Organisation:

  • Vorstellung des Curriculums
  • Vorstellung und Ziele des Aufbaukurses
  • Einweisung in die eingesetzte Videokonferenz- und Kommunikationsplattform
  • Besprechung der allgemeinen Regeln und Verhaltensnormen der Online-Kommunikation
  • Einweisung in die eingesetzte Lernplattform
  • Information über zu bearbeitende Formulare und zu berücksichtigende Fristen
  • Information über zu absolvierende Leistungsnachweise, Selbststudienaufträge und Praktika

Personenbezogene Informationen:

  • Pädagogische Leitung ­ Fachliche Leitung ­ Vertreter ­ weitere Ansprechpartner
  • Vorstellung der Teilnehmenden

Wissenschaftliches Arbeiten:

  • Erstellen einer Hausarbeit/Fallbesprechung
    Ziele einer Hausarbeit/Fallbesprechung
    Arten einer Hausarbeit (z.B. Verfahrensanweisung ­ schriftliche Vorbereitung einer Kurzfortbildung)
  • Formal- und Bewertungskriterien
  • Planung ­ Themenfindung ­ Bearbeitungsphase ­ Recherche ­ Reflexion und Finalisierung ­ Aufbau in Einleitung, Hauptteil, Schlussteil und ein Fazit/Ausblick
  • Zitiertechniken ­ Schreibstil

Management:

  • Methodenkompetenzen in der Pflege
  • Organisationsfähigkeit ­ Lösungsorientiertes Arbeiten ­ Zeitmanagement/Selbstmanagement ­ Selbstreflektion
  • Verschiedene Persönlichkeitstypen / eigene Rolle im Team
  • Konfliktstufen ­ Konfliktmanagement
  • Überleitmanagement

Psychosoziale Inhalte:

  • Kommunikation - Präsentation ­ Vermittlung
  • Wertschätzende, deeskalierende und Kultursensible Kommunikation
  • Kommunikation in Anleitungssituationen
  • Überzeugend argumentieren und präsentieren
  • Anleitungssituationen und Kurzunterweisungen planen ­ Praktische Übungen

Kolloquiumstag:

  • Präsentation und Diskussion der Hausarbeiten
  • Präsentation unter Vorgabe besprochener Kriterien
  • Besprechung von Fragen der Teilnehmenden und Fachdozenten


Zielgruppe

Der Aufbaukurs „Pflegexperte für außerklinische Intensivpflege/Beatmung“ wendet sich an examinierte Pflegefachkräfte, die bereits einen Basiskurs absolviert haben und in einem der folgenden Bereiche tätig werden möchten:

  • Fachbereichsleitung in Einrichtungen der außerklinischen Intensivpflege
  • Team-, Gruppen- oder Wohnbereichsleitung
  • Eigenverantwortliche fachpflegerische Versorgung von beatmungsabhängigen Patientinnen und Patienten mit dem Ziel der Wissensvertiefung

Welche Kompetenzen erwerben Sie?

Als Absolvent dieser erweiterten Qualifizierung entwickeln und festigen Sie Ihre Fähigkeiten in mehreren Kernbereichen pflegefachlicher Tätigkeiten:

Fachliche Expertise: Sie analysieren pflegerische Situationen und Herausforderungen selbstständig, treffen fundierte Entscheidungen auf Basis aktueller Forschungsergebnisse und binden bei Bedarf weitere Fach-gruppen ein. Dabei können Sie wissenschaftlich recherchieren und gewonnene Erkenntnisse für Ihr Team verständlich aufbereiten und weitergeben.

Methodische Fertigkeiten: Sie beherrschen die kollegiale Begleitung von Teammitgliedern und vermitteln Fachwissen in Anleitungssituationen.

Soziale Kompetenzen: Sie erkennen unterschiedliche ethische Überzeugungen und kulturelle Hintergründe bei den betreuten Personen, deren Familien sowie innerhalb des Kollegiums, begegnen diesen mit Respekt und entwickeln gemeinsam im Team passende Vorgehensweisen.

Persönliche Kompetenzen: In Ihrer Rolle als Anleiter oder Führungsperson kommunizieren Sie deutlich, fach-kundig und mit Wertschätzung.

Darüber hinaus verfügen Sie über fundiertes Wissen zu gesetzlichen Vorgaben, fachlichen Leitlinien und natio-nalen Qualitätsstandards, die für die häusliche Intensivbetreuung relevant sind.



Voraussetzungen

Um die Qualifikation „Pflegeexperte für außerklinische Intensivpflege/Beatmung“ zu erlangen, benötigen Sie als Pflegefachkraft eine dreijährige Berufsausbildung zum/zur

  • Pflegefachfrau/Pflegefachmann (Pflegeberufegesetz ­ PflBG, in Kraft getreten ab dem 01.01.2020)
  • Altenpfleger:in (zuständig: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend)  Altenpflegegesetz ­ AltPflG (zum 31. Dezember 2019 außer Kraft getreten*); Pflegeberufegesetz ­ PflBG
  • Altenpfleger:in nach dem Altenpflegegesetz vom 25.08.2003 oder Altenpfleger:in mit einer dreijäh- rigen Ausbildung nach Landesrecht
  • Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger:in Krankenpflegegesetz ­ KrPflG (zum 31. Dezember 2019 außer Kraft getreten*)
  • Gesundheits- und Krankenpfleger:in Krankenpflegegesetz ­ KrPflG (zum 31. Dezember 2019 außer Kraft getreten*)
  • Staatlich anerkannte Krankenschwester / Krankenpfleger (bis 2004)
  • „Pflegefachkraft für außerklinische Intensivpflege/Beatmung“

und sollten bislang über keinen Abschluss in einer der nachfolgenden Zusatzqualifikationen verfügen:

  • Pflegefachkraft Intensiv- und Anästhesiepflege (z.B. DKG)
  • Atmungstherapeut:in (mindestens 600 Stunden)


Umfang, Kursaufbau, Praktikumsaufbau und Zertifikat

Umfang:

Der Aufbaukurs „Pflegeexperte für außerklinische Intensivpflege/Beatmung“ umfasst insgesamt 200 Zeit-stunden und gliedert sich wie folgt:

Theoretischer Teil: 140 Zeitstunden (entspr. 186 Unterrichtseinheiten UE)

  • Präsenzunterricht (in der Regel 10 bis 15 Kurstage, aufgeteilt in mehrere Blöcke)
  • Teilweise Online-Lerneinheiten und E-Learning-Module (ca. 30 Zeitstunden)
  • Selbstlernphasen zur Vertiefung
  • Bei vorhandenem Basiskurs nach ArGe der Fachgesellschaften, DGF, DiGAB oder KNAIB können unter bestimmten Bedingungen 20 Stunden aus dem Basiskurs-Praktikum angerechnet werden

Praktischer Teil: 60 Zeitstunden

  • Mindestens 40 Zeitstunden in der innerklinischen Intensivpflege (auf einer Intensivstation oder Weaning-Einheit)
  • Wahlweise bis zu 20 Zeitstunden in einer außerklinischen Intensivpflegeeinrichtung (z.B. Weaningzentrum, Zentrum für außerklinische Beatmung oder Beatmungs-Wohngemeinschaft)
  • Bei vorhandenem Basiskurs nach ArGe der Fachgesellschaften, DGF, DiGAB oder KNAIB können unter bestimmten Bedingungen 20 Stunden aus dem Basiskurs-Praktikum angerechnet werden

Die Weiterbildung ist berufsbegleitend konzipiert und muss in der Regel innerhalb von 12 Monaten abgeschlossen werden.

Stundenumfang Aufbaukurs mit Basiskurs-Qualifikation:

Umfang Inhalte
80 Zeitstunden (Std.) entspr. 106 UETheoretische Lerninhalte
20 Zeitstunden (Std.) entspr. 27 UEBearbeitung einer Hausarbeit/Fallbesprechung
Vorbereitung Kolloquium
Abschlussprüfung
40 Zeitstunden (Std.) entspr. 53 UEAnrechnung aus Basiskurs*

40 Zeitstunden (Std.), davon: 

  • mind. 40 Zeitstunden sind in der innerklinischen Intensivpflege zu absolvieren 
  • 20 Zeitstunden 

Praktikum

  • sind in der innerklinischen Intensivpflege zu absolvieren 
  • Anrechnung aus Basiskurs*
Summe: 200 Zeitstunden

* Eine Anrechnung des Basiskurses kann nur dann erfolgen:

  • wenn der Basiskurs durch eine Fachgesellschaft der ArGe, DIGAB, DGF, KNAIB zertifiziert wurde und
  • das Ende des Basiskurses nicht länger als 24 Monate bei Beginn des Aufbaukurses zurückliegt.

Fehlzeiten:

In begründeten Ausnahmefällen liegt es im Ermessen der verantwortlichen Kursleitung, Versäumnisse zu gestatten, die über die reguläre Fehlzeitengrenze von 10 Prozent hinausgehen. Versäumte Lehrinhalte sind dabei komplett innerhalb eines Zeitraums von zwei Jahren ab Weiterbildungsbeginn nachzuarbeiten.

Leistungsnachweis:

Für den erfolgreichen Abschluss der Qualifikation sind von den Teilnehmenden folgende Leistungen zu erbringen:

  • Fortlaufende und regelmäßige Teilnahme an den theoretischen Lerneinheiten (siehe Regelungen zu Fehlzeiten).
  • Erfolgreiches Bestehen einer Lernzielüberprüfung.
  • Anfertigung einer schriftlichen Hausarbeit.
  • Präsentation der Hausarbeit im Rahmen eines Kolloquiums.
  • Dokumentation der abgeleisteten Praktikumsstunden sowie der darin bearbeiteten Lerninhalte.

Sobald der LBW Akademie GmbH sämtliche Nachweise über die theoretischen und praktischen Leistungen (einschließlich der vorgesehenen Formblätter) vorliegen, gilt die Teilnahme der Absolventen an der Qualifikation als erfolgreich abgeschlossen.

Zertifikat:

Nach erfolgreichem Abschluss aller Prüfungsleistungen und Vorlage der erforderlichen Nachweise erhalten Sie ein Zertifikat als „Pflegeexperte für außerklinische Intensivpflege/Beatmung" oder „Pflegeexperte für außer-klinische Beatmung", ausgestellt durch die CERTI.CARE GmbH. Das Zertifikat enthält eine individuelle Zertifi-zierungs- und Registrierungsnummer, die eine Verifizierung der Echtheit ermöglicht und vom Medizinischen Dienst als Qualifikationsnachweis anerkannt wird.

Die Qualifikation erfüllt alle Anforderungen der Bundesrahmenempfehlung nach § 132l SGB V zur Versorgung mit außerklinischer Intensivpflege und berechtigt zur Ausübung der Tätigkeit als verantwortliche Pflegefach-kraft in der außerklinischen Intensivversorgung.



Kosten

EUR 2.300,- inkl. Zertifikatsgebühr (Bildungsgutschein möglich)

Für eventuelle Förderungen der Weiterbildung sollten Sie sich vor Beginn der Weiterbildung mit einer Anfrage an die Bundesagentur für Arbeit oder einem regionalen Jobcenter wenden.

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